SCHÄDLINGE
AN THUJEN
Thujen gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen dank ihrer immergrünen Nadeln und der Fähigkeit, beeindruckende Hecken oder dekorative Formen zu bilden. Doch wie jede Pflanze sind auch sie anfällig für Schädlinge, die ihre Gesundheit und Ästhetik erheblich beeinträchtigen können. Das Bewusstsein für mögliche Gefahren und die Fähigkeit, diese zu erkennen, sind entscheidende Elemente für die erfolgreiche Pflege dieser Pflanzen.
Ein Schädlingsbefall äußert sich oft durch Veränderungen im Erscheinungsbild der Thuja – wie das Braunwerden der Nadeln, Deformationen der Triebe, das Auftreten klebriger Ausscheidungen oder feiner Spinnweben. Manche Schädlinge wirken heimtückisch und schädigen die Pflanze von innen, während andere leicht auf der Oberfläche erkennbar sind. Jeder Gärtner, unabhängig von seiner Erfahrung, sollte regelmäßig seine Pflanzen kontrollieren und bei den ersten Anzeichen von Problemen handeln.
Ein wirksamer Schutz der Thuja vor Schädlingen erfordert sowohl Prävention als auch schnelle Maßnahmen im Falle eines Befalls. Regelmäßige Beobachtungen, eine geeignete Düngung sowie der Einsatz passender Pflanzenschutzmittel können das Risiko schwerwiegender Schäden erheblich reduzieren.

I. WIE MAN SCHÄDEN DURCH SCHÄDLINGE ERKENNT
II. SCHÄDLINGE, DIE AN BLÄTTERN UND STENGELN LEBEN
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Fletcher-Skala (Parthenolecanium fletcheri)
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Zypressenlaus Thuja-Triebläuse, Lebensbaum-Blattlaus (Cinara cupressi)
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Zypressenlaus Thuja - Triebläuse (Cinara cupressivora)
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Nadelholzspinnmilbe (Oligonychus ununguis)
III. SCHÄDLINGE, DIE IM INNEREN DER THUJA LEBEN
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Thujaminiermotte (Argyresthia thuiella)
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Wacholderminiermotte (Argyresthia trifasciata)
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Südlicher Wacholderprachtkäfer (Palmar festiva)
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Borkenkäfer, Kernkäfer, Breitrüssler (Phloeosinus aubei)
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Dornige Wimperbock, Rauer Wimperbock (Pogonocherus hispidus)
IV. ANDERE SCHÄDLINGE
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Hund und Katze
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Wildtiere, z. B. Reh
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Nagetiere: Schermaus und Feldmau
V. BONUS – Warum wird die Thuja im Winter braun

EINLEITUNG ZUM THEMA: SCHÄDLINGE AN THUJEN
Bevor ich auf die spezifischen Schädlinge eingehe, die Thujen befallen, möchte ich auf einige wesentliche Aspekte hinweisen. Probleme beim Anbau dieser Pflanzen resultieren oft aus unsachgemäßer Pflege oder Pilzkrankheiten. Obwohl Schädlinge seltener als Krankheiten auftreten, können sie erhebliche Schäden verursachen – insbesondere Spinnmilben und die Napfschildlaus, die in einem frühen Stadium ihres Befalls schwer zu erkennen sind.
Eines der häufigsten Probleme sind jedoch Blattläuse. Diese kleinen Insekten vermehren sich schnell und können Thujen schwächen, indem sie ihnen Nährstoffe entziehen. Glücklicherweise ist ihre Anwesenheit relativ leicht zu erkennen, und geeignete Maßnahmen können ergriffen werden.
Maßnahmen zur Reduzierung von Blattläusen und ihrem Auftreten:
- Reduzieren Sie die Anzahl der Pflanzen im Garten auf ein notwendiges Maß und entfernen Sie regelmäßig Unkraut. Auf diese Weise begrenzen Sie potenzielle neue Lebensräume für die Insektenpopulation.
- Eine übermäßige Verdichtung der Pflanzen fördert das Auftreten von Insekten. Pflanzen Sie daher in ausreichendem Abstand. Große Abstände wirken sich auch positiv auf die Pflanzen selbst aus, da sie nicht um Licht, Wasser und Nährstoffe konkurrieren müssen.
- Schneiden Sie Sträucher und Bäume regelmäßig aus, um mehr Licht in das Innere der Pflanzen zu lassen. Blattläuse meiden Licht; deshalb findet man größere Ansammlungen dieser Insekten häufig in den inneren Bereichen der Pflanzen, unter den Blättern oder auf der Rückseite von Ästen, wo das Licht nicht so intensiv durchdringt.
Auch natürliche Feinde der Blattläuse können im Kampf gegen diese Insekten hilfreich sein

Ein Insekt gegen ein Insekt
Es gibt eine Gruppe von Insekten, die sich von Blattläusen ernähren, und sie sind unsere Verbündeten im Kampf gegen sie. Die natürlichen Feinde von Blattläusen sind: Marienkäfer 'Coccinella septempunctata', Hautflügler 'Hymenoptera', Blattlausgallmücke 'Aphidoletes aphidimyza', Ohrwürmer 'Dermaptera' oder Florfliegen 'Chrysopidae'.
Pflanzen gegen Blattläuse
Es gibt eine Gruppe von Pflanzen, die diese Insekten abschrecken, es lohnt sich, einige von ihnen zu pflanzen, z. B.: Anis 'Pimpinella anisum', Stechapfel 'Datura', Zwiebel, Knoblauchzwiebel 'Allium cepa', Knoblauch 'Allium', Lavendel 'Lavandula', Koriander 'Coriandrum', schwarzes Bilsenkraut, 'Hyoscyamus niger', Petunia 'Petunia', Kamille 'Matricaria chamomilla', Löwenzahn, 'Taraxacum officinale', Minze 'Mentha', Rainfarn 'Tanacetum vulgare'.

Wir können versuchen, die Blattläuse mit ökologischen Mitteln zu bekämpfen. Es lohnt sich zum Beispiel: Brennnesselmist 'Urtica', Seifenwasser, Lösungen aus Knoblauch, Zwiebeln, Löwenzahn oder Auskochen von Schafgarbe 'Achillea millefolium'.
Oft müssen wir jedoch nach drastischeren Methoden zur Bekämpfung von Insekten greifen, da sich herausstellt, dass Insekten trotz unserer Bemühungen gewinnen oder wir sie vielmehr gewinnen lassen. Die bewährten Kampfmethoden unserer Nachbarn funktionieren oft nicht.
Wann Spritzungen
keine Wirkung zeigen könnten
- Das liegt daran, dass Sie lediglich den Fehler machen müssen, das richtige Sprühdatum zu überspringen oder die falsche Sprühdosis anzuwenden. Infolge solcher Fehler kann der Schädling, der Zeit des Sprühens damit verbracht hat, beispielsweise unter dem Blatt zu sitzen (Verhaltenswiderstand), aus dem Versteck herauskommen und sich ziemlich sicher dem Verzehr und der Vermehrung zuwenden. In der großen Schädlingspopulation gibt es normalerweise Individuen, die eine zufällige (normalerweise unnötige) Anpassung haben, die die schädlichen Auswirkungen des Giftes neutralisieren kann. Solche Individuen führen zu einer Population, die gegen das verwendete Gift resistent ist.

- Ein sehr ernstes Problem ist die falsche Namensgebung – also die Einführung von Begriffen, die zu breit gefasste Gruppen von Organismen beschreiben. Ein solches Wort ist „Insekten“, das für Laien alle kleinen Tiere bezeichnet, die sich auf Pflanzen bewegen. Das ist jedoch nicht korrekt – und genau deshalb kommt es in Gärten häufig zu Fehlern bei der Auswahl von Pflanzenschutzmitteln.
Ich möchte auf Situationen hinweisen, in denen Menschen Pflanzen mit Mitteln gegen Milben (z. B. Spinnmilben) spritzen, obwohl sie eigentlich Insektizide verwenden – oder umgekehrt: Insektizide gegen Milben einsetzen. Dieses Vorgehen funktioniert nicht!
Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die umgangssprachliche Bezeichnung aller kleinen Gliederfüßer (Arthropoda) als „Insekten“ einer der größten Fehler ist. Ich stoße oft auf Artikel, in denen Autoren diesen falschen Begriff verwenden und damit die Leser in die Irre führen – zum Beispiel, indem sie Milben als Insekten bezeichnen. Dabei muss man deutlich unterscheiden: Milben gehören zu den Spinnentieren (Arachnida), nicht zu den Insekten. Zu den Insekten zählen u. a. Blattläuse, Bienen oder Kakerlaken – aber keine Spinnentiere.
Wie kann man sie unterscheiden?
Spinnentiere haben acht Beine, Insekten sechs.
Diese Regel gilt bei ausgewachsenen Tieren immer und ist grundlegend.


Und hier kommen wir zum Kern des Problems: Pflanzenschutzmittel, die gegen Milben wirken, helfen nicht gegen Insekten wie Blattläuse. Umgekehrt sind Mittel gegen Insekten wirkungslos gegen Spinnmilben. Das liegt an den biologischen Unterschieden dieser Organismengruppen – Mittel, die für die Bekämpfung der einen Gruppe gedacht sind, wirken nicht auf die andere.
Die Folge: Nach der Anwendung eines ungeeigneten Mittels beobachtet man häufig eine explosionsartige Vermehrung der Schädlinge. Weitere Spritzversuche führen dann zu Pflanzenschäden (Phytotoxizität) – nicht wegen der Schädlinge selbst, sondern wegen der eingesetzten Chemikalien. Die Pflanzen können sich von den Schäden durch die Mittel nicht erholen, was zum Absterben führen kann.
Ein solcher Fehler in der Namensgebung und bei der Wahl der Präparate
führt sehr häufig zu ernsthaften Problemen beim Pflanzenschutz.
Pflanzen können bereits durch vorbeugende Sprühbehandlungen vor Schädlingsbefall geschützt werden. Auf diese Weise unterstützen wir die Pflanzen bei der Abwehr von Insekten. Zu diesen vorbeugenden Maßnahmen gehören Sprühbehandlungen mit Insektiziden an gesunden Pflanzen. Die vorbeugenden Sprühbehandlungen sollten unter Beachtung der grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt werden.

Wichtig!
Unsachgemäße Anwendung von Pflanzenschutzmitteln kann den Pflanzen erheblich schaden. Deshalb ist es ratsam, sich vor der Anwendung eines Pflanzenschutzmittels zu informieren, wie verschiedene Mittel richtig miteinander kombiniert werden. So lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden, wie z. B. Stoffwechselstörungen, die sich durch Phytotoxizität bei Pflanzen äußern können.
Kurz erklärt: Was ist Phytotoxizität?
Phytotoxizität ist nichts anderes als die schädliche Wirkung chemischer Substanzen auf Pflanzen. Im Artikel: Pflanzensprays gegen Pilze und Schädlinge im Punkt III: Achtung – Phytotoxizität habe ich ausführlich erklärt, was Phytotoxizität ist und warum sie auftreten kann. Ich empfehle die Lektüre jedem, der denkt, dass die Kombination von Pflanzenschutzmitteln kein Wissen oder Erfahrung erfordert und das Spritzen eine einfache Aufgabe ist.
I. WIE MAN SCHÄDEN DURCH SCHÄDLINGE ERKENNT
Um festzustellen, ob Schäden an Thuja durch Schädlinge verursacht wurden, lohnt es sich, auf einige charakteristische Merkmale zu achten:
Symptome des Schädlingsbefalls
- Das Vorhandensein von Insekten, Larven, Eiern oder Exkrementen auf den Nadeln, Trieben oder unter der Rinde deutet auf das Schädlingsernährung hin.
- Einige Insekten, wie z.B. die Thujenminiermotte, verursachen, dass die Zweige der Thujen ausgehöhlt werden, was wie ein „Tunnel“ aussieht.
- Schädlinge können Verformungen der Nadeln und Triebe verursachen, z.B. Verdrehungen oder Verkrüppelungen.
- Bei saugenden Schädlingen, wie Blattläusen, können die Nadeln vergilben, anschließend braun werden und abfallen.
- Durch das Fressen von Schädlingen (z.B. Borkenkäfer) können Harzaustritte an der Rinde erscheinen.
- Bohrende Schädlinge, wie Borkenkäfer, hinterlassen charakteristische Spuren in Form von Tunneln unter der Rinde.
Andere Diagnosemethoden
- Schädlinge sind oft sehr klein und mit bloßem Auge schwer zu erkennen. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, eine Lupe oder ein Mikroskop zu verwenden, um die Triebe und Nadeln zu untersuchen.
- Schädlinge handeln in der Regel schnell und können in kurzer Zeit erhebliche Schäden verursachen. Ihre Aktivität steigt häufig in warmen und trockenen Perioden.
In der Praxis basiert die Diagnose auf der Analyse dieser Symptome sowie einer genauen Beobachtung der Pflanze. Manchmal können mehrere Schädlinge gleichzeitig auf die Thuja einwirken, was die Identifikation des Problems zusätzlich erschwert.

II. SCHÄDLINGE, DIE AN BLÄTTERN UND STÄMMEN LEBEN
Schädlinge, die die Blätter und Stämme der Thuja befallen, ernähren sich meist von Pflanzensäften, was die Pflanze schwächt. Ihre Präsenz ist besonders gefährlich, da sie nicht nur das Wachstum hemmen, sondern auch das Absterben der Nadeln verursachen kann, was die Ästhetik der Pflanze und ihre Fähigkeit zur Photosynthese beeinträchtigt. Im Laufe der Zeit, aufgrund ihres Befalls, können die Nadeln ihre Farbe verändern, von gelb über braun bis hin zum Abfallen, was die gesamte Pflanze schwächt.
Zusätzlich stellen diese Schädlinge oft Vektoren für Virus- und Bakterienkrankheiten dar, die das Problem weiter verschärfen können. Es ist wichtig zu beachten, dass die meisten Schädlinge in den frühen Entwicklungsstadien schwer zu erkennen sind, was bedeutet, dass ihr Befall möglicherweise irreversibel ist, bevor die Pflanze erste Anzeichen von Schäden zeigt. Daher sind eine frühzeitige Erkennung und schnelle Reaktion entscheidend, um die Thuja vor ernsthaften Schäden zu schützen.
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Fletcher-Skala (Parthenolecanium fletcheri)


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Zypressenlaus Thuja-Triebläuse, Lebensbaum-Blattlaus (Cinara cupressi)


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Zypressenlaus Thuja - Triebläuse (Cinara cupressivora)


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Nadelholzspinnmilbe, Fichtenspinnmilbe (Oligonychus ununguis)


III. SCHÄDLINGE, DIE IM INNEREN DER THUJA LEBEN
Schädlinge, die innerhalb der Thuja leben, z. B. in den Stängeln, unter der Rinde und in den Ästen, stellen eine besondere Bedrohung dar, da ihre Präsenz schwer zu erkennen ist und die Schäden, die sie verursachen, sich allmählich ausbreiten können, bevor sie an der Außenseite der Pflanze sichtbar werden. Das Fraßverhalten dieser Schädlinge schwächt die Struktur der Pflanze, da sie hauptsächlich das Innere der Triebe, Äste oder der Krone der Thuja angreifen, was die natürliche Regeneration erschwert. Mit der Zeit kann es zu einer Fäulnis des Holzes oder einer Nekrose des Pflanzengewebes kommen, was die gesamte Pflanze schwächt.
Diese Schädlinge können durch ihr Fraßverhalten auch Pathogene in die Pflanze einführen, was das Risiko von Pilz- und bakteriellen Krankheiten weiter erhöht. Darüber hinaus führen innere Schäden häufig zu verzögertem Wachstum der Pflanze, und in schweren Fällen kann es zum Absterben der Pflanze kommen. Aus diesem Grund ist eine frühzeitige Diagnose sowie der Einsatz geeigneter Pflanzenschutzmittel entscheidend, um schwerwiegende Schäden zu verhindern.
Ein gemeinsames Merkmal dieser Insekten ist das Graben von Gängen im Inneren der Pflanze, wodurch die Kontinuität des Gewebes und damit die Transportwege unterbrochen werden, über die die Pflanze Wasser und Nährstoffe transportiert.
Die Schädlinge befallen vor allem Bäume, die durch Pilzkrankheiten geschwächt sind, in wasserstressigen Bedingungen wachsen, bei denen die Pflanzen abwechselnd Turgor verlieren und wiedererlangen, oder die von anderen Blattfressern und spezialisierten Insekten angegriffen und beschädigt wurden.
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Thujaminiermotte (Argyresthia thuiella)


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Wacholderminiermotte (Argyresthia trifasciata)



- Wacholderminiermotte: Ihre Larven bohren Gänge in die Triebspitzen.
- Thujaminiermotte: Ihre Larven fressen an den Zweigen.
- Wacholderminiermotte: Der Larvenfraß führt zur Krümmung und zum Absterben der Triebspitzen.
- Thujaminiermotte: Die Larven verursachen ebenfalls das Absterben von Trieben, führen jedoch zusätzlich zum Absterben der Triebspitzen, was für diese Art spezifisch ist.
- Wacholderminiermotte: ist von Mitte Mai bis Ende Mai aktiv.
- Thujaminiermotte: erscheint von Ende April bis Anfang Juni.

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Südlicher Wacholderprachtkäfer (Ovalisia festiva, Palmar festiva, Lamprodila festiva) (Buprestidae Familie)

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Borkenkäfer, Kernkäfer, Breitrüssler (Phloeosinus aubei) (Scolytinae) sind eine Unterfamilie der Rüsselkäfer (Curculionidae)

- Der Dornige Wimperbock (Pogonocherus hispidus) oder Rauer Wimperbock ist ein Käfer aus der Familie der Bockkäfer (Cerambycidae)



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Phoresie
Phoresie ist eine Form der Symbiose, bei der:
Warum gerade Pogonocherus hispidus?
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Auftreten dieses Käfers – zusätzlich zu den direkten Schäden, die er verursacht – auch die Ansiedlung weiterer gefährlicher Organismen wie Spinnmilben begünstigen kann. In einem solchen Fall können sich die Probleme verdoppeln, denn Pflanzenschutzmittel, die gegen Käfer wirken, helfen nicht gegen Spinnmilben – der Käfer ist ein Insekt, während Spinnmilben zu den Spinnentieren gehören.
Dieser Unterschied ist biologisch und chemisch relevant: Insekten haben drei Beinpaare, einen in Kopf, Brust und Hinterleib gegliederten Körper sowie (bei vielen Arten) Flügel, während Spinnentiere – wie Spinnmilben – vier Beinpaare und einen nur in zwei Abschnitte (Vorderkörper und Hinterleib) gegliederten Körper besitzen. Das Wichtigste ist jedoch: Ihre physiologischen Systeme unterscheiden sich so stark, dass chemische Mittel, die auf Insekten wirken, für Spinnmilben völlig wirkungslos sind. Deshalb zeigt ein Insektizid keine Wirkung im Kampf gegen Spinnmilben.
Sobald wir diesen Käfer an unseren Thuja-Pflanzen entdecken, sollten wir sofort reagieren – zu einem geeigneten Insektizid greifen und die Pflanzen gründlich besprühen. So werden wir nicht nur den Käfer los, sondern können auch verhindern, dass sich Spinnmilben weiter auf den Thujen ansiedeln – denn diese nutzen den Käfer häufig als „Transportmittel“ und breiten sich auf diese Weise im Garten aus.
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PRAKTISCHER HINWEIS
Bei der Bekämpfung von Schädlingen wie Borkenkäfern oder Wimperböcken kann der Einsatz von Insektiziden wirksam sein. Es ist entscheidend, dass die Insekten in der Anfangsphase des Angriffs erkannt werden, da frühzeitige Maßnahmen die weitere Ausbreitung der Infestation verhindern können. Bei kleinen Populationen kann die Pflanze effektiv mit einem geeigneten Insektizid mit tiefen Wirkungen besprüht werden, was den Schutz gesunder Pflanzenteile ermöglicht. Es ist wichtig, das richtige Dosierungsverhältnis der chemischen Mittel zu beachten, um unerwünschte phytotoxische Effekte zu vermeiden, die den Pflanzen schaden können. Vor der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln sollte man sich eingehend mit den Anwendungshinweisen vertrautmachen und auf Sicherheitshinweise achten. Darüber hinaus ermöglicht die regelmäßige Überwachung des Gesundheitszustands der Pflanzen und ihrer Umgebung eine frühzeitige Erkennung von Schädlingen. Die Beobachtung von Symptomen wie vertrocknenden Trieben, Farbänderungen der Nadeln oder das Vorhandensein charakteristischer Gänge kann bei der schnellen Identifizierung des Problems helfen. Wenn die Schädlingpopulation anwächst, werden Pflanzen, die von Borkenkäfern befallen sind, praktisch unrettbar. In diesem Fall kann es notwendig sein, die befallenen Pflanzen zu fällen und zu verbrennen, um eine weitere Ausbreitung der Schädlinge auf gesunde Pflanzen im Garten zu verhindern. |
IV. ANDERE SCHÄDLINGE

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Hund und Katze
Bei Gesprächen mit Kunden über Schädlinge fällt mir ein bestimmter Punkt auf – nämlich dass sie fast immer nur Insekten oder Pilze nennen, manchmal auch Bakterien und Viren. Dabei zählen auch Haustiere, wie Katzen oder Hunde, zu den Schädlingen. Obwohl sie keine klassischen Pflanzen-Schädlinge sind, kann ihre Anwesenheit im Garten zu Schäden an Thujen führen. Durch Spielen oder das Suchen nach Komfort können Tiere Pflanzen beschädigen, indem sie an ihnen kauen oder um sie herum graben.
Hunde können Pflanzen beschädigen, indem sie sich in der Krone wälzen oder sie mit ihrem Körper drücken, was zu gebrochenen Trieben und beschädigter Rinde führt. Katzen hingegen können in den Thujen Unterschlupf suchen und die Pflanzen durch Kratzen an den Stämmen oder Klettern an den Ästen zerstören, was die Struktur der Pflanze schwächt und zu ihrer Verformung führen kann.
Das größte Problem, das Haustiere verursachen, ist das Ablassen von Exkrementen in der Nähe der Pflanzen. Während Hunde dies nur gelegentlich tun, machen Katzen dies regelmäßig. Es ist Teil ihres territorialen Verhaltens – sie markieren ihr Revier mit Urin. Ein Überschuss an Stickstoff im Urin oder Kot kann eine sehr schädliche Wirkung auf die Pflanzen haben, was zu Verfärbungen der Schuppen und dem Absterben der Thuja führen kann.

Obwohl Haustiere keine klassischen Pflanzen-Schädlinge sind, können ihre Aktivitäten langfristige Probleme verursachen. Daher ist es ratsam, die Thuja entsprechend vor ihnen zu schützen, besonders an Orten, an denen die Pflanzen anfällig für Schäden sind.
Wenn wir Haustiere haben, die an unseren Thujen urinieren, können wir sicher sein, dass die Schuppen sich verfärben und absterben werden. Das größte Problem sind Katzen, die als territoriale Tiere regelmäßig ihr Revier mit Urin markieren. Wie man Thuja vor diesen Tieren schützt, habe ich im Artikel: Fehler in der Pflege von Thujen beschrieben.
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Wildtiere, z. B. Reh

Fehlender Zaun - Eine Thujahecke sollte nicht die Funktion eines Zauns im eigentlichen Sinne übernehmen. Thujen sind Zierpflanzen und keine Barriere für Wildtiere. Deshalb sollte ein Grundstück immer mit einem normalen Zaun gesichert sein. Andernfalls können Rehe und andere Wildtiere problemlos auf das Grundstück gelangen und alles fressen, was sie vom Boden aus erreichen. Auf Fotos sieht man häufig typische Schäden – die unteren Bereiche der Thujen sind einfach abgefressen.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Winter 2026. In vielen Regionen lag der Schnee von Januar bis Ende Februar. Unter solchen Bedingungen suchen Wildtiere intensiv nach Nahrung. Dabei muss man beachten, dass Thuja eigentlich nicht zu den Lieblingsspeisen von Rehen gehört. Wenn jedoch andere Nahrung fehlt, fressen sie auch Thujen.
Was tun
wenn Thujen von Rehen beschädigt wurden?
Das hängt vom Ausmaß der Schäden und vom Alter der Pflanze ab.

- Nur junge Triebe wurden abgefressen
Wenn das Reh nur die neuen Triebe (Spitzen) und einige Nadeln abgefressen hat, aber nicht bis ins alte Holz gekommen ist, sollte man die Pflanze zunächst in Ruhe lassen. Thujen regenerieren sich in der Regel selbst – neue Triebe wachsen nach und die Pflanze wird wieder grün. Sinnvoll ist es jedoch, den Durchmesser der Pflanze von der beschädigten Stelle bis zur Spitze etwas zu reduzieren. Dadurch gelangt mehr Licht in den unteren Bereich der Pflanze, was die Regeneration beschleunigt.
- Schäden bis ins alte Holz
Wenn die Rehe die Triebe so stark abgefressen haben, dass bereits das alte Holz sichtbar ist (das sie in der Regel nicht mehr fressen), ist ein radikaler Rückschnitt bis zum Stamm notwendig. In diesem Fall ist es besonders wichtig, zusätzlich den Durchmesser der Pflanze bis zur Spitze zu verringern, damit mehr Licht in den unteren Bereich gelangt. Der Rückschnitt sollte jedoch immer mit Augenmaß erfolgen.
Wie kann man die Regeneration beschleunigen?
Eine gute Lösung ist die Anwendung von Mykorrhiza-Pilzen sowie eine Düngung ausschließlich mit organischen Düngern. Mehr Informationen über Mykorrhiza sowie Details zur Anwendung und zu den Preisen habe ich in den Artikeln: Symbiose und Die Hecke trocknet aus - was ist zu tun? beschrieben.
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Nagetiere: Wühlmaus und gewöhnlicher Erdwühlmaus

Es gibt noch eine andere ebenso gefährliche Gruppe von Schädlingen, die unseren Pflanzen schaden kann, nämlich Nagetiere. Die einfachste Methode, gegen Nagetiere vorzugehen, ist Prävention und Abwehr. Der Kampf gegen bereits ansässige Tiere ist jedoch nicht so einfach.
Wenn wir in der Nähe unserer Pflanzen Eingänge zu Nestern oder Tunneln bemerken, können wir sicher sein, dass kleine Nagetiere sich gerade einrichten oder, noch schlimmer, bereits eingezogen sind.

Schermaus 'Arvicola amphibius'

Feldmaus 'Microtus arvalis'
Vorbeugung
- Wir werden es Nagetieren schwer machen, im Garten zu leben und die Ordnung darin aufrechtzuerhalten, indem wir beispielsweise häufig den Boden graben oder den Rasen häufig mähen.
- Wir halten breite Hecken und ermutigen dadurch einige Arten von Raubtieren, darin zu leben, zum Beispiel den Igel 'Erinaceus' und Vögel wie den Würger 'Lanius'.
- Wir können in unseren Beeten Senf 'Sinapis' oder Kaiserkrone 'Fritillaria imperialis', oder Incarvillea 'Incarvillea' pflanzen, diese Pflanzen werden Nagetiere effektiv abwehren.
- Baumstämme können mit einem Schutznetz umwickelt oder mit einer speziellen Paste bestrichen werden - in Polen gibt es z. B. 'Tirep 18 A'.

Abschreckung
- Wir können elektroakustische Abschrecker verwenden, die für Nagetiere unangenehme Geräusche erzeugen. Wenn sich die Nagetiere bereits niedergelassen haben, stellen wir die elektroakustischen Abschrecker in der Nähe des Hauses auf und bringen sie von Zeit zu Zeit tiefer in den Garten, und verschieben so die Nagetiere zum Zaun hin.
- Rauchkerzen können in Höhlen platziert werden, der Rauch, der von ihnen freigesetzt wird, schreckt die Schädlinge ab.
- Wir können Duftstoffe verwenden, zum Beispiel Holunderblätter 'Sambucus nigra', indem wir sie in die Löcher der Tiere einführen, Nagetiere vertragen diesen Geruch nicht.

- Stellen Sie Fallen auf, die mit denen von Ratten identisch sind. Vergessen wir nicht, Fallen mit beispielsweise Stroh abzudecken. Zum Ködern können beispielsweise Hafer oder Gemüsestücke verwendet werden.
- Platzierung von Paraffinwürfeln, diese Würfel werden auf Basis von Bromadiolon (einem Wirkstoff aus der Gruppe der Antikoagulantien) hergestellt, z. B.'Murin‘. Dieser Köder sollte nur in speziellen Rattengift-Fütterern verwendet werden, die gegen ungewolltes Öffnen geschützt sind.

- Kalziumphosphat-Begasung oder Begasung sollte im Herbst auf nicht gefrorenem Boden über 3 °C durchgeführt werden, beispielsweise mit dem Mittel "Polytanol GR". Es wird empfohlen, diese Behandlung im Herbst im Oktober oder November durchzuführen, während derer die Migration von Schädlingen gering ist, was zu einer hohen Wirksamkeit dieser Behandlung führt.

V. BONUS – Warum wird die Thuja im Winter braun
Das Braunwerden der Nadeln ist eines der häufigsten Symptome, das bei Thuja-Besitzern Besorgnis erregt. Bevor wir jedoch annehmen, dass die Pflanzen von einer gefährlichen Pilzerkrankung oder einem Schädlingsbefall betroffen sind, ist es wichtig, die Situation genau zu analysieren. Es ist entscheidend, auf den Zeitpunkt des Auftretens der Symptome, deren Verteilung und die herrschenden Wetterbedingungen zu achten. Viele Veränderungen im Aussehen der Nadeln resultieren nämlich aus natürlichen physiologischen Prozessen und nicht aus der Aktivität von Schädlingen oder Krankheiten. Das winterliche Braunwerden der Thuja-Schuppen ist eine natürliche Reaktion der Pflanze auf niedrige Temperaturen. In den frostigen Monaten können die Nadeln eine braune Farbe annehmen, was keinen Grund zur Besorgnis darstellt.

Im Frühling, wenn die Temperaturen steigen, erlangen die Thuja wieder ihre saftig grüne oder goldene Farbe zurück, je nach Sorte. Dies ist besonders bei beliebten Sorten wie der Thuja ‘Brabant’ und der Thuja ‘Golden Globe’ sichtbar. Die Thuja ‘Brabant’ wird am häufigsten für die Bildung von Hecken verwendet, während die Thuja ‘Golden Globe’ mit ihrer schönen goldgelben Färbung hervorragend als auffälliger niedriger Solitärbaum geeignet ist.

Dieses Phänomen wird oft fälschlicherweise dem Erfrieren zugeschrieben, obwohl Thuja eine hohe Frostbeständigkeit aufweisen. Das Problem tritt auf, wenn die Pflanze aufgrund des gefrorenen Bodens keinen Zugang zu Wasser hat. Trockene, frostige Winde verstärken den Austrocknungsprozess der Triebe, was zu einer Schwächung der Pflanze führen kann. Um das Risiko des winterlichen Austrocknens der Thuja zu minimieren, ist es entscheidend, die Pflanzen im Herbst ausreichend zu bewässern, bevor die ersten Fröste eintreten. Während der winterlichen Tauwetterphasen ist es auch wichtig, ihnen Wasser zuzuführen, zum Beispiel Ende Dezember oder Anfang Januar. Mehr praktische Tipps zur winterlichen Pflege habe ich im Artikel: Pflege der Thuja vor und während des Winters beschrieben.

Neuheit!
Lieber Leser, wenn du bis hierher gekommen bist, denkst du vielleicht, dass du genug über Thuja-Schädlinge gehört hast. Ich verstehe das gut! Deshalb habe ich beschlossen, dir das Leben zu erleichtern und einen detaillierten Aktionsplan vorzubereiten, der dir hilft, das Aussehen von vernachlässigten oder schlecht gepflegten Thuja-Pflanzen zu verbessern. Statt zu raten, was zu tun ist, kannst du nun auf praktische Tipps zurückgreifen und Schritt für Schritt die richtigen Pflegemaßnahmen durchführen.Mehr Informationen, einschließlich konkreter Ratschläge und Details zur Diagnose sowie einem Plan zur Rettung der Thuja, findest du im Artikel: Diagnose und Rettungsplan für Thuja. Und für diejenigen, für die mein Diagnose-Service zu detailliert ist, keine Fragen zu Thuja enthält oder zu kostspielig erscheint, habe ich eine gute Nachricht. Ich habe einen neuen Service gestartet: Telefonische 📞 Beratung, die deutlich günstiger ist.

Vor dem Kauf von Thujen sollte man gründlich überlegen, ob man ihre Anforderungen erfüllen kann. Damit unsere Thuja-Hecke schön und gesund aussieht, müssen wir die richtigen natürlichen Voraussetzungen schaffen. Durch die richtige Vorgehensweise danken es uns die Heckenpflanzen mit einem wunderbaren Aussehen.
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